06.12.2018 - Zur Wohnbebauung am Fester Weg haben wir 
                     fristgerecht u. a. folgende Stellungnahme eingereicht: 

 

"Leider fehlen uns bisher Informationen zur Ausgangs- und Prognosesituation von Emissionen, Schallausbreitung bzw. Immissionen. Ebenso fehlen Informationen zu den Werten, die den Berechnungen zugrunde liegen, DTV, LKW-Anteile, etc...
Wir bitten um die Bereitstellung der entsprechenden Unterlagen."

13.11.2018 - Wohnbebauung Fester Weg
                     Bürgerbeteiligung im St. Nikolaus Pfarrsaal

 

 

Grundsätzliches:

Die Versammlung zur Bürgerbeteiligung beim Wohnungsbauvorhaben am Fester Weg stand unter sehr ungünstigen Vorzeichen. Eine Einladung an die Bürgerinnen und Bürger ging lediglich über das Amtsblatt.

 

Es kamen schließlich ca. 40-50 Leute, denen 13 Fachleute aus versch. Ing.büros und der Stadt Leverkusen gegenübersaßen. Versammlungsleiter war der Bezirksvorsteher Frank Schönberger.

 

Das Podium im Detail:

5 MA der Stadt Leverkusen (Planung)

2 MA der Fa. Konrath und Wennemar (Architektenbüro)

2 MA  der Fa. Bondzio, Brilon, Weiser (Ing.ges. für Verkehrswesen)

2 MA der Fa. ISR (Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH)

1 MA der Fa. Peutz Consult GmbH (Städtebaulicher und Schallimmissionsschutz)

1 Ma der Fa. Leinfelder Ingenieure (Erschließungs- und Tiefbauplanung)

+ Vors. des Bezirks III, Herr Schönberger (Leitung der Versammlung)

 

 

Die wichtigsten Themen aus der Versammlung:

 

 

Info der Stadt: Diese Veranstaltung wurde lediglich im Amtsblatt vom 07.11.18 angekündigt. Ohne unsere kurzfristige Info auf der Homepage und per Mail an einige Anwohner, die wiederum ihre Nachbarn informierten, hätte diese Veranstaltung vor(fast) leeren Stühlen stattgefunden.

Absicht oder gedankenlos? So kann man den Bürger nicht ignorieren. Herr Schönberger und Frau Cremer (Leiterin Planung, Stadt) versprachen Besserung. Herr Bernd Luts hat die sehr berechtigte Kritik vorgetragen.

 

Anordnung der Wohnbebauung: Es gibt drei Varianten zum Bebauungsplan. Die Variante 2 sehen Sie im obigen Bild. Die anderen beiden unterscheiden sich lediglich dadurch, dass die Kita an einer anderen Stelle steht. Das gesamte Gebiet ist in so genannte Wohnquartiere aufgeteilt und soll nur innerhalb dieser Quartiere befahrbar sein. Beispielsweise soll es keine Durchfahrt geben vom Fester Weg in die Albert-Schweitzer-Str.. Auch wenn ein "Experte" das empfohlen hat, ist selbst dem Bauträger daran gelegen, die Durchfahrt mit Poller in der Mitte zu unterbinden. Das ist notwendig, sonst gibt es dort nicht nur den Verkehr aus diesem Wohngebiet (-quartier), sondern zusätzlichen Durchgangsverkehr.

 

Anliegerbeiträge Sanierung Fester Weg:  Wir haben in den Gesprächen der letzten Monate darauf hingewiesen, dass die Ertüchtigung bzw. Sanierung des Fester Wegs nicht zu Kostenbeiträgen der heutigen Anlieger führen darf (Stichwort: Straßenbau- bzw. Anliegerbeiträge)  Der Investor Gernot Paeschke hat nun in der Versammlung zugesichert, dass er die Kosten übernimmt !!

 

Autobahnlärm: Die Berechnung für den notwendigen Lärmschutz zur A1 gestaltet sich  schwierig. Grundlage ist eine Verkehrszählung aus 2010. Zahlen aus 2015 sind nicht aussagekräftig, weil zu diesem Zeitpunkt wegen der Brückensperrung schon erheblich weniger LKW fuhren. Also müssen Prognosen her, die sich allerdings auf 2010 hochrechnend aufbauend -  zunächst bis zur Fertigstellung (2022, 2023?) und dann auch noch die weitere Verkehrsentwicklung berücksichtigen, vor allem nach der LKW-Freigabe auf der neuen Rheinbrücke. 

 

Verkehr: Für die Belastung der umliegenden Straßen (wie z. b. Bruchhauser Str.) wurde der zusätzliche Verkehr hochgerechnet, der aus dem neuen Wohngebiet entsteht. Nicht fair allerdings ist die dort durchgeführte Verkehrszählung eine Woche vor den Sommerferien. Da ist schon Urlaubszeit. Eine Zählung im November wäre die fairere Variante gewesen.

 

Anmerkung:

Ein zunehmendes Problem sehen wir in immer mehr und größeren Wohnungsbau, wenn die Verkehrsinfrastruktur nicht angepasst wird. Schon vor dem Bau der Wohnungen wie z. B.
 

  • Lützenkirchen, Hufer Weg, ca. 55 Wohneinheiten
  • Lützenkirchen, Im Dorf,    ca. 100 Wohneinheiten

    und nun die Planungen am 
  • Bohofsweg,  xxx  Wohneinheiten und
  • Fester Weg, 240  Wohneinheiten
     

waren die Hauptverkehrsachsen Quettinger Str. und Lützenkirchener / Pommernstr. nicht nur im Berufsverkehr verstopft. Die Aufnahmekapazitäten sind längst erschöpft!

 

Wir sind nicht gegen den Bau neuer, auch notwendiger Wohnungen. Aber wer das eine baut, muss auch das andere anpassen.

Ich kann noch so ökologisch bauen mit Dachbegrünung etc.. Das bringt alles nichts, wenn durch noch längere Staus die Schadstoffe an anderer Stelle umso mehr in die Luft geblasen werden.

 

 

Ein Wort noch zum Bauträger bzw. Investor:

Wir haben in den letzten Monaten mehrere Gespräche mit dem Bauträger Gernot Paeschke GmbH über dieses Bauvorhaben geführt. Die Kommunikation verlief für uns in einem ehrlichen und offenen Austausch. Schon im August gab es ein (Vorab-)Treffen mit mehreren, direkt betroffenen Anwohnern.